Geschichte
Die Chrischona Gemeinde Amriswil hat eine reiche Geschichte. Eine Geschichte, die im Sommer 1874 begann. Dabei hielten unsere „Väter“ und „Mütter“ zwischendurch immer wieder inne, um zurückzuschauen, was Gott gewirkt hat. Es ist gewaltig, was Gott bewirkte.
1840 gründet Christian Friedrich Spittler in der ehemaligen Wallfahrtskirche “St. Chrischona” auf dem Hausberg von Basel die Pilgermission St. Chrischona. Er wollte junge Handwerker biblisch-theologisch schulen und sie dann als “Pilgermissionare” in die Welt schicken.
1872 finden bei Familie Fisch erste Bibelstunden in Schocherswil statt. Schon bald reichte der Platz nicht aus und eine leerstehende Drechselwerkstatt wurde in ein Versammlungslokal umgewandelt. Doch auch dieses Lokal wurde zu klein und es war an der Zeit, dass sich die Gemeinschaft als solche bildete. 20 Familien von Schocherswil, Amriswil, Riedt, Göttighofen und Zihlschlacht schlossen sich schliesslich zu einer Gemeinschaft zusammen und gründeten aus ihrer Mitte ein Brüderrat. So wandten sie sich an das Komitee der Pilgermission, um die Bewilligung zum Bau einer Kapelle zu erhalten.
1874 konnte die Kapelle in Schocherswil eingeweiht werden. Damit entstand nach Mattwil die zweite Chrischona Gemeinde der Schweiz. In Amriswil traf man sich im Arbeitssaal der Schneiderei Hess und wurde von der Gemeinde in Schocherswil betreut.
1875 wurde gegenüber der Kapelle in Schocherswil das Predigerhaus gebaut. Schocherswil entwickelte sich zum Mittelpunkt der Gemeindearbeit in der Region. Nachdem die Besucherzahl der Gemeinschaft in Amriswil immer mehr gewachsen ist, wurde die Absicht erwogen einen Bauplatz zu kaufen. Der Bau der ersten Kapelle in Amriswil ging rasch voran und die Gemeinschaft konnte das eigene Haus 1897 beziehen. So entstand die Chrischona Gemeinde Amriswil-Schocherswil.
In Amriswil erfolgte am 23. Mai 1937 die Einweihung und Eröffnung eines neuen evangelischen Vereinshauses in Amriswil, welches auch eine Predigerwohnung enthält. Von Amriswil aus wurden u.a. fünf Sonntagsschulen in der Region betreut. Das Komitee von St. Chrischona bestimmte ausserdem, dass Amriswil nun die Hauptstation sein wird und Schocherswil von Amriswil aus bedient wird.
Im Jahr 2000 wurde die Kapelle und das Predigerhaus in Schocherswil veräussert, um in Amriswil ein gemeinsames Zentrum zu unterhalten. 2002 kann von der katholischen Kirche 1500 m2 Land gekauft werden, um für die Zukunft gerüstet zu sein. In Schwyz wurden 2003 zwei Pavillons gekauft, welche in Eigenleistung nach Amriswil gezügelt wurden, um die dringendsten Bedürfnisse der Jugendarbeit zu decken. Die kontinuierliche Zunahme der Gottesdienstbesucher machte es notwendig an den Sonntagen zwei Gottesdienste nacheinander abzuhalten. So kristallisierte sich die Idee Anfangs 2004 heraus einen Saalanbau für 300 Personen mit neuem Eingangsbereich zu bauen und aus finanziellen Gründen Jugendräume im Untergeschoss vorerst nur im Rohbau zu erstellen.
An der denkwürdigen Mitgliederversammlung am 23. November 2006 fiel die Entscheidung das Bauprojekt zu realisieren. Schon Ende Februar 2007 folgte der Baubeginn. Der Bau ging rasch voran, so dass bereits das Weihnachtsfest in dem neuen Saal gefeiert werden konnte.
Am 9. März 2008 folgte die feierliche Einweihung des Erweiterungsbaus für insgesamt 320 Gottesdienst-Besucher.
In naher Zukunft sollen die Jugendräume im Untergeschoss des Anbaus noch ausgebaut werden und die zwei provisorischen Pavillons wieder verschwinden.
Werfen sie auch einen Blick in die nachfolgenden Dokumente, welche über die Chrischona Amriswil und die Chrischona Schocherswil berichten:
- 1918 – Der Glaubensbote – Nr10
- 1924 – Der Glaubensbote – September
- 1937 – Der Glaubensbote – Juli
- 1943 – Der Glaubensbote – Nr66
- 1949 – Der Glaubensbote – Nr9
- 1952 – Der Glaubensbote – Nr9
- 1952 – Der Glaubensbote – Nr11
- 1960 – Gedenkschrift anlässlich der Einweihung der renovierten Kapelle Schocherswil
- 1994 – Der Glaubensbote – Nr3
- 2008 – Öpfelcharne – Nr1
Um die Dokumente lesen zu können brauchen sie ein Programm welches PDF’s anzeigen kann. Dieses Programm können sie hier kostenlos herunterladen.
