TC- / Jungschar SOLA 2010
Am 7. August machte sich die ganze Lagerkompanie auf Richtung Häggenschwil. Doch statt dort anzukommen, fanden wir uns auf einmal in Narnia wieder, wo wir vom Fabelwesen Thumnus begrüsst wurden. Gemeinsam mit den Kindern Peter, Susan, Edmund und Lucy sowie den beiden sprechenden Bibern erlebten wir eine unvergessliche Woche. War sie wirklich unvergesslich? Überzeugen Sie sich selbst:
Zwei Jungscharen oder doch nur eine?
Amriswiler da – Mattwiler dort. Etwa so liesse sich die Situation unter den Kindern anfangs Woche beschreiben. Separate Zelte, Mannschaften und Freizeitaktivitäten. Eben ganz nach dem Sprichwort: “Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht”. Niemand schien ein Interesse daran zu haben, die andere Jungschar kennen zu lernen. Mit Besorgnis verfolgten wir dieses Verhalten und beteten dafür. Tatsächlich wich die ausbleibende Berührungslust schon bald. Dazu beigetragen hat wohl auch das angenehme Klima im Leiterteam. Wer von aussen kam, bemerkte gar nicht, dass es sich eigentlich um zwei Teams handelte. Gleich vom ersten Tag an herrschte im Sola-Team ein liebevolles und wohlwollendes Klima. Und eben so durften wir es auch bei den Kindern erleben: Wo anfänglich strickte Trennung war, gab es schon bald rege Durchmischungen. Schlafplätze wurden getauscht, Mannschaften gemischt, zusammen gelacht und gespielt. Fremde wurden Freunde und gegen Ende Lager wurden Stimmen laut, die sagten: “Das nächste Lager muss auf jeden Fall wieder mit Mattwil zusammen sein!” Ja, im Lager herrschte eine Einheit, die so nur Gott schenken kann und die ein Lager unvergesslich und wertvoll macht.
Wenn das Wetter nicht nach dem Wetterbericht tanzt…
Die Aufbautage fanden bei starkem (Donnerstag) und leichtem (Freitag) Regen statt und die Aussichten auf die kommende Woche waren nicht besonders gut. Nun, dachten wir, wenigstens wird es für die 2-tägige schön, die wir für Montag und Dienstag angesetzt hatten. Und tatsächlich: Bei strahlend schönem Wetter konnten wir wandern, unsere Zelte aufschlagen und am nächsten Tag baden gehen. Doch auch am Mittwoch kam das schlechte Wetter nicht. Die geplante Schnitzeljagd am Abend mit den Teenies ging trocken zu Ende. Gerade, als sich die Leiter gemütlich in ihren Schlafsäcken einnisteten, begann es draussen zu regnen. Am Donnerstag war es dann tatsächlich schlecht, aber dank rechtzeitiger Vorsorge verbrachten wir die Schlechtwetterperiode in der Turnhalle. Als wir wieder auf dem Lagerplatz waren, hatte sich auch der Regen verzogen. Am Freitag war das Wetter angenehm. Nun begann das Bangen: Bleibt das Wetter so lange gut, dass wir die Zelte trocken verräumen können? Am Samstag sah es schlecht aus. Wolken waren am Himmel, die Sonne konnte nicht durchdringen und auf den Mittag war Regen angesagt. Doch dann drückte unverhofft die Sonne durch und vertrieb den Tau von den Zelten! Und der Regen? Ja, der liess auch auf sich warten – bis wir alles trocken verräumt hatten…
Jesus starb – und berührte viele Kinder
In der Geschichte von Narnia spielt der Löwe Aslan eine zentrale Rolle. Er, der rechtmässige Herrscher von Narnia, kehrt zurück, um der selbsternannten, bösen Königin Jadis das Handwerk zu legen. Edmund läuft jedoch zur „Königin“ über und erzählt ihr den ganzen Plan. Dadurch wird er zum Verräter und muss sterben. Aslan verhindert diesen Tod, indem er sich selbst als unschuldiges Opfer von der Königin töten lässt. Nicht lange darauf erwacht Aslan aber wieder zum Leben, denn als Unschuldiger hatte der Tod kein Recht an ihm. Zusammen mit den Kindern und seinem Heer besiegt er die böse Königin, worauf wieder Frieden in Narnia einkehrt.
Durch Spiele und Andachten erzählten wir den Kindern diese Geschichte und zogen die Parallelen zu dem, was Jesus für uns getan hat. Da der Autor dieser Geschichten (C. S. Lewis) Christ war, finden sich gerade bei Aslan viele Anknüpfungspunkte zu Jesus. So versuchten wir nach bestem Wissen und Gewissen die zentralen Dinge unseres Glaubens anzusprechen und vorzuleben. Was Gott jedoch daraus machte, liess uns alle staunen: Zeltgruppen diskutierten mit ihrer Leiterin bis spät in die Nacht Fragen des Lebens, Kinder geben ihr Leben Jesus, stellen Fragen, beten und beten, nicht zuletzt auch für die Störenfriede von der Nacht auf Samstag, die unser Lager mit ausgerissenen Heringen und lauten Krachern zu stören versuchten.
Zu beobachten, wie Gott gearbeitet hat, berührte uns alle tief. Wir sind ihm dankbar für die Einheit, die er geschenkt hat, für die Bewahrung und für das Wirken an den Kindern und an uns. Danke allen, die uns in irgendwelcher Weise unterstützt haben. Danke auch allen, die während und vor dem Lager für uns gebetet haben und auch jetzt noch beten. Wir sind darauf angewiesen. Und die Kinder auch.




